
In den frühen Morgenstunden des 13. Februar 2026 wurde die Freiwillige Feuerwehr Weibern gemeinsam mit zahlreichen Kräften aus dem Bezirk zu einem Großbrand nach Aubach (Gemeinde Haag am Hausruck) alarmiert. Was als Brand eines Stallgebäudes begann, entwickelte sich rasch zu einem stundenlangen Großeinsatz unter schwierigen Bedingungen.
Gegen 01:00 Uhr morgens wurden die ersten Feuerwehren alarmiert, nachdem die Besitzer durch verdächtige Geräusche auf das Feuer aufmerksam geworden waren. Beim Eintreffen der ersten Einheiten stand der Stall bereits in Vollbrand. Aufgrund der starken Windböen und der exponierten Alleinlage des Hofes wurde die Alarmstufe auf Stufe 3 erhöht.
Unsere Aufgabe als FF Weibern konzentrierte sich vor allem auf folgende Schwerpunkte:
Löschwasserversorgung: Die abgelegene Lage forderte massiven Aufwand. Es mussten kilometerlange Relaisleitungen (u.a. aus Odelboding und von einem privaten Teich) gelegt werden, um das Brandobjekt ausreichend mit Wasser zu versorgen.
Schutz der Bausubstanz: Durch einen gezielte Löschmaßnahmen gelang es den eingesetzten Kräften, das direkt angebaute Wohnhaus sowie einen weiteren Stalltrakt vor den Flammen zu bewahren.
Tierrettung: Gemeinsam mit den Besitzern wurden Rinder aus der Gefahrenzone evakuiert. Leider konnten nicht alle Tiere gerettet werden; einige flüchteten zudem in der Dunkelheit auf umliegende Felder.
Der Einsatz forderte von den über 180 Kameraden höchste körperliche Disziplin. Ein Kamerad erlitt während der Arbeiten einen Kreislaufzusammenbruch und wurde zur weiteren Versorgung dem Roten Kreuz übergeben.
Besonders tragisch: Für die Besitzer ist dies ein schmerzhaftes Déjà-vu, da der Hof bereits im Jahr 1984 Opfer eines Großbrandes wurde.
Während die Brandermittler bereits ihre Arbeit aufgenommen haben, waren am Vormittag noch ein paar Feuerwehren mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Ein Bagger unterstützt dabei, den glosenden Heustock abzutragen, um versteckte Glutnester endgültig abzulöschen.
