
Am Nachmittag des 16. März 2026 kam es im Ortsteil Schwarzgrub bei Arbeiten mit einer Gülleverschlauchung zu einem technischen Gebrechen. Ein Schlauch hielt dem Druck nicht stand und platzte, wodurch binnen kürzester Zeit erhebliche Mengen an Gülle unkontrolliert austraten.
Aufgrund der geografischen Lage floss ein Teil der Gülle über das Gelände direkt in das nahegelegene “Grolzhamerbachl”, welches in weiterer Folge in die Trattnach mündet. Der betroffene Landwirt reagierte umgehend und verständigte Feuerwehrkommandant Manuel Gammer, welcher nach einer ersten Lageerkundung die Alarmierung der FF Weibern veranlasste.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden sofort zwei Einsatzabschnitte gebildet, um die Ausbreitung der Verschmutzung im Gewässer zu stoppen:
Gewässerschutz & Schmutzsperre: Unterhalb der Unfallstelle wurde im Grolzhamerbachl eine provisorische Schmutzsperre errichtet. Diese diente dazu, die Gülle im oberen Bereich zurückzuhalten. Zeitgleich kam eine Tragkraftspritze (TS) zum Einsatz, um das bereits stark verunreinigte Wasser aus dem Bachbett auf ein angrenzendes Feld abzupumpen und so den Schadstoffeintrag in die Trattnach zu minimieren.
Reinigung & Verdünnung: Direkt am Unfallort wurde eine Tauchpumpe eingesetzt. Diese saugte oberhalb der Austrittsstelle sauberes Wasser an, welches zur großflächigen Reinigung der verschmutzten Umgebung sowie zur massiven Verdünnung der Restbestände im Bachlauf genutzt wurde.
Die FF Weibern stand mit ca. 30 Kameradinnen und Kameraden sowie mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Zur Dokumentation und Begutachtung des Umweltschadens wurden zudem folgende Stellen verständigt:
Polizei
Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen (Verständigung des Journaldienstes)
Abschluss: Nach intensiven Reinigungs- und Umpumparbeiten konnte die Gefahr für das Ökosystem der Trattnach gebannt werden. Nach dem Einrücken ins Feuerwehrhaus und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft (Reinigung von Schläuchen und Geräten) konnte der Einsatz um 22:24 Uhr offiziell beendet werden.
